Die 5 Ur-Wunden der Seele

 

                                             nach Lise Bourbeau

 

 

 

Alle Probleme auf körperlicher, emotionaler und geistiger Ebene gehen  auf fünf Seelenwunden zurück.

 

Ablehnung

Verlassensein

Demütigung

Vertrauensbruch

Ungerichtigkeit

 

 

Ablehnung

Das  Kind ist oder fühlt sich unerwünscht. Es glaubt kein Daseinsrecht zu haben. Sein Start  ist geprägt von der Schwingung  NICHT-ERWÜNSCHT zu  seint. Diese Wunde entsteht  bereits in der Schwangerschaft.

Die Maske oder Strategie, die der Mensch entwickelt um mit diese Wunde zu umgehen ist : Flucht.

Das Verhaltensmuster im Leben ist das, eines ewig Flüchtenden.

Er ist physisch schmal gebaut, damit er nicht viel Raum einnimmt und stets zum Wegrennen bereit sein kann. Seine Augen sind klein, unruhig und angstvoll. Er kann sich schlecht  einlassen auf eine Sache oder eine Beziehung, weil er festgebunden und unfrei  bei Bedarf nicht wegrennen kann.  Der abgelehnte Mensch ist gerne allein, will niemanden stören, hat oft Probleme mit der Haut, will nicht berührt oder festgehalten werden. Wenn ihm etwas gelingt glaubt er, es nicht verdient zu haben, verringert seinen Wert,  autosabotiert  sich  meistens und  steht seinem Erfolg selber im Wege.

 

Verlassensein

Diese Wunde entsteht zwischen dem 1. und dem 3. Lebensjahr.

Ein Kind fühlt sich verlassen, wenn die Eltern ihm keine Aufmerksamkeit schenken,  physisch oder phsychisch abwesend sind, wenn es sich zurückversetzt fühlt nach der Geburt eines Geschwisterchens und/oder wenn es fremdplatziert wird. Das zentrale Gefühl ist  Hunger. Da das Kind emotional nicht gesättig  und gestillt wird , bleibt es bedürftig, das  Gefühl von NICHT GENUG ist sein ständiger Begleiter.  Die Maske des Verlassenen ist:  Abhängikeit. 

Physisch ist der verlassene Mensch eher robust gebaut, ge-"wichtig".

Alle Suchtthemen, Ess-Störungen, ADS, Helfersyndrom  gehören zum Verlassenen. Er verbiegt sich und passt sich in Beziehungen an, tut alles um nicht verlassen zu werden. Er arbeitet bis zum Burnout, um vom Chef anerkannt und gesehen zu werden.

Das Gegenteil trifft ein: er wird verlassen solange bis seine Wunde geheilt ist.

 

Demütigung

Diese Wunde entsteht im Alter von 0-3 Jahren. Das gedemütigte Kind ist geprägt vom Gefühl der Schande.

Es kann es den Eltern "nicht recht" machen, wird ausgeschimpft, in einem abwertenden Ton zurechtgewiesen oder geschlagen. Die Maske, die es sich zum Überleben zurechtlegt ist, die des

Masochisten.

Dieser Mensch fühlt sich ohne Wert. Er ist fettleibig. Er kann seinen Körper nicht wahrnehmen.

Er wird gehänselt und gemobbt. Die Schwingungen, die dieser Mensch aussendet,  lädt andere förmlich ein, ihn zu missbrauchen. Er ist das ewige Opfer.  Nie wird er für seine Bedürfnisse einstehen.  Indem er sich hängen lässt, sich vernachlässigt, bestraft er den, der ihn gedemütigt hat, mit seiner Errscheinung.

Jetzt hat dieser Grund, sich  zu schämen.

 

Vertrauensbruch

Diese Wunde entsteht im Alter zwischen 2- 4 Jahren.

Kinder denen etwas versprochen worden ist  und dieses Versprechen nicht eingehalten wurde, fühlen sich verraten. Jedes Kind will ernst genommen sein. Verspricht der Erwachsenen etwas, nur um seine Ruhe zu haben oder um sich aufzuspielen, bleiben seine Worte ohne Taten und ohne Erklärung dafür, handelt es sich umwiederholte Muster und um wichtige Versprechungen, dann fühlt sich das Kind tief verwundet.

Damit dies nie mehr geschieht, übernimmt es die Rolle des: Dominierenden.

Dieser Mensch übernimmt  Verantwortung, führt die Regie, hat einen strengen Blick, ist  skeptisch und rechthaberisch. Er kann sich nicht auf andere verlassen und nur schwer vertrauen. Eifersucht und Kontrollsucht sind die Lebens-Themen des verratenen Kindes.

 

Ungerechtigkeit

Diese Wunde entsteht im Alter von 4-6 Jahren. In diesem Alter entwickelt das Kind seine eigene Individualität. Geht man darauf nicht ein, wird sie ignoriert,  indem nur der Wille des Vaters oder der Mutter zählt, schützt sich der Mensch mit der Maske der Gefühlskälte. Zählt nur seine Leistung und das Sein wird übergangen, baut er  eine schützende Mauer vor seinen Gefühlen. Diese Menschen sieht man oft mit überkreuzten Armen vor der Brust oder vor dem Solarplexus. Die Körperhaltung ist aufrecht aber rigid, steif und unflexibel. Sie sind auch die, die andere beneiden und Angst vor Autoritäten haben.

 

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Der Mensch trägt meistens zwei oder mehrerer Ur-Wunden in sich, nicht selten auch Anteile von allen.

Solange die Wunde nicht geheilt ist, kratzt sie sich, an den Lebensumständen,  immer auf.

 

Die Heilung der Ur-Wunden geschieht in fünf Schritten:

 

Bewusstwerden - Erkennen, Hinschauen, Anehmen 

 

Masken ablegen - Auflehnung, Tränen, Wutausbrüche, Reden oder Schreiben ( Aufarbeitung, an die Oberfläche bringen, was tief verborgen liegt)

 

Vergebung-  Eingestehen, dass wir gelitten haben, die Wunde als Lektion verstehen und sie  nun ver-geben (ab-geben) ans Universum, an Gott an die Höhere Kraft

 

Leere- in die Stille gehen, sich frei fühlen,  nichts mehr bewerten, wissen dass  jede  Wunde eine Quelle der Kraft ist

 

Neue Wahl treffen-  gestärkt sein Leben neu gestalten

 

 

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Ich  bin durch diesen Prozess durchgegangen.

Er ist am Anfang sehr schmerzhaft  aber es fallen nicht nur die Masken, es fallen Ketten  von der Seele und Kerker stürzen ein.

Ein neues Lebensgefühl tritt ein ohne Scham und Schuld.

 

 

 

 

Sich Selbst sein

ist das höchste Ziel eines Menschen.

 

Gerne will ich dich dahin begleiten.